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Save the date: Weltfrauentag 2015
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Ein Theaterstück über Frauen und Forschung

Das Theaterstück „Curie_Meitner_Lamarr_unteilbar" widmet sich drei wegweisenden Pionierinnen in den Naturwissenschaften und im Technologiebereich. Die Lebensgeschichten von Marie Curie, Lise Meitner und Hedy Lamarr geben einen Einblick in ihre Forschungsgebiete und spiegeln ihre Faszination für die Naturwissenschaften und die Technik wieder.

Wann?  Freitag, 6. März 2015, 17:00 Uhr
Wo?      Universität Innsbruck, Hörsaal A, Juridische Fakultät, Hauptgebäude, Innrain 52

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Fotos: Portraittheater © Reinhard Werner

Aus Anlass des 104.  Internationalen Frauentags – am 8. März 2015 – wird dieses Stück als Kooperation der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der LFU in Innsbruck aufgeführt.

Marie Curie (1867 – 1934), verlässt Polen um Mathematik und Physik an der Sorbonne in Paris zu studieren. Dort entdeckt sie gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie die Elemente Radium und Polonium und begründet den Begriff der Radioaktivität. Sie erhält als erste Frau zwei Nobelpreise – 1903 für Physik (gemeinsam mit Henri Becquerel und Pierre Curie) und 1911 für Chemie und wurde Professorin.

Die in Wien geborene Lise Meitner (1878 – 1968) geht nach ihrer Dissertation an der Universität Wien nach Berlin, um sich bei Max Planck weiterzubilden und ihre Forschungslaufbahn voranzutreiben. Dort trifft sie auf Otto Hahn, mit dem eine lebenslange, produktive Zusammenarbeit beginnt. Das gemeinsame Labor darf sie zunächst nur durch den Hintereingang betreten, ihre Forschungen muss sie unbezahlt vornehmen. Selbst der zweite Weltkrieg, der Lise Meitner zur Flucht nach Schweden zwang, beendet den regen Austausch nicht. Lise Meitner und ihr Neffe Otto Robert Frisch liefern die erste theoretische Erklärung für die von Otto Hahn und Fritz Straßmann entdeckte Kernspaltung und schaffen damit die Grundlage für die sich rasant entwickelnde Atomphysik. Otto Hahn allein erhielt dafür den Nobelpreis, Lise Meitner wurde als „Mutter der Atombombe" bezeichnet. Sie war die erste Frau, die in Deutschland eine Physikprofessur erhielt.

Hedy Lamarr (1914 – 2000) wirkt im ersten Moment fremd in der Runde, doch auch sie ist ihr Leben lang von Technik fasziniert. Mit 16 bricht sie die Schule ab und widmet sich nur mehr dem Schauspiel.  Ihr Weg führt sie als Schauspielerin nach Hollywood, wo sie bald „als schönste Frau der Welt" gilt. Während des zweiten Weltkrieges entwickelt sie gemeinsam mit dem Avantgardekomponisten George Antheil das Frequenzsprungverfahren zur Steuerung von Torpedos. Das amerikanische Militär hat zunächst jedoch kein Interesse an dieser Erfindung, erst während der Kuba-Krise wird sie eingesetzt. Mit dem Aufkommen der Mobilfunktelefonie gelangt es zum breiten Einsatz als Grundlage für die drahtlose Datenübertragung mit Bluetooth und WLan.

Zum Theaterstück   —  Strahlung. Kernspaltung. Frequenzsprünge
Drei herausragende Pionierinnen stehen exemplarisch für die Errungenschaften von Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich: Die zweifache Nobelpreisträgerin und Entdeckerin der Radioaktivität Marie Curie, die österreichische Atomphysikerin Lise Meitner und die aus Österreich stammende Hollywood-Schauspielerin Hedy Lamarr, die 2014 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, mit der Entwicklung des Frequenzsprungverfahrens. So unterschiedlich sie auch in ihren Lebensentscheidungen waren, so unvermutet weisen ihre Biografien doch Parallelen auf. Ihr Leben als Frauen lässt sich von ihrem Weg als Suchende und Forschende nicht trennen. Ausschnitte aus ihrem Leben, Erfolge und Hindernisse verflechten sich im Theaterstück mit den Forschungsinhalten und der Leidenschaft für ihr Tun.

portraittheater widmet sich diesen drei bedeutenden Frauen des Fortschritts und ihren wichtigsten Entdeckungen in einem 90-minütigen Programm mit Musik und Videos. Eine Koproduktion von portraittheater und Theater Drachengasse.

Mehr Information unter Portraittheater