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Referat für Geschlechterforschung und Lehre

Geschlecht (sex und gender) wird durch vermehrte wissenschaftliche Aufmerksamkeit zunehmend als wichtiger Einflussfaktor auf Gesundheit und Krankheit sichtbar. Ein bewusster Blick auf Gender Medizin als Querschnittsmaterie, die in allen medizinischen Fächern sichtbar wird, verspricht einen erhöhten Erkenntnisgewinn und in weiterer Folge verbesserte geschlechtsspezifische Angebote.

Das Referat für Geschlechterforschung und Lehre arbeitet an der Umsetzung von frauen- und geschlechtsspezifischer Forschung und Lehre an der Medizinischen Universität Innsbruck. Seit 2006 wird eine interdisziplinäre und mit international ausgewiesenen ExpertInnen besetzte Ringvorlesung „Gender Medizin: Geschlechterforschung in der Medizin“ angeboten. Die Vortragsreihe ist öffentlich zugänglich.

Seit 2008 ist die Fachdisziplin Gender Medizin in der Ausbildung der Human- und Zahnmedizin als Pflichtvorlesung verankert. Seit 2011 wird sie zusätzlich im PhD-Studium für Klinisch-Medizinische Wissenschaften sowie im Bachelor Studiengang für Molekulare Medizin gelehrt. Sie ist ebenfalls Teil der medizinisch-didaktischen Weiterbildung für Lehrende der Medizinischen Universität. 2014 startete Gender Medizin im Rahmen der Ausbildung zum Master der Molekularen Medizin, mit Wintersemester 2015/2016 wurde sie in den Doktoratsstudiengang der Medizinischen Wissenschaften aufgenommen. Damit nimmt die Medizinische Universität Innsbruck eine Vorreiterrolle in Österreich ein auf dem Weg zu einer personalisierten Medizin für PatientInnen.

Über die Entwicklung und Implementierung genderspezifischer Lehre hinaus unterstützt das Referat Forschungsteams der Medizinischen Universität, in dem es Methoden und Tools zur Integration einer genderspezifischen Perspektive und der verpflichteten Gender Mainstreaming Strategie in Forschungsanträge und wissenschaftliche Arbeiten bereitstellt.