Start Empowerment Mentoring-Start 2018

13 Jahre Mentoring an der Medizinischen Universität Innsbruck: Operativer Start des gemeinsamen Mentoring-Jahres im dreizehnten Durchgang

 


Seit mittlerweile mehr als dreizehn Jahren bietet das Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm engagierten Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen der Medizinischen Universität Innsbruck Unterstützung bei der Planung und Entwicklung ihrer wissenschaftlichen Karriere sowie nachhaltige Vernetzung & (Self-) Empowerment. Anfang Oktober ist der neue Durchgang in dem erfolgreich etablierten High Potential Programm mit dem Mentee-Einführungs-Workshop operativ gestartet.

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Bild: Die Teilnehmerinnen des 13. Medizin Mentoring-Programms 2018 (2 Mentees sind nicht im Bild) mit Programmkoordinatorin Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer (rechts vorne)

 

Vorrangiges Ziel des von Univ.-Prof.in Dr.in med. univ. Margarethe Hochleitner – Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung, Professorin für Medizin und Diversität, Direktorin des Frauengesundheitszentrums und Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen – vor über dreizehn Jahren initiierten Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms zur Förderung exzellenter und ambitionierter Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen ist es, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin nachhaltig zu verbessern und sie zu bestärken, vermehrt auch Führungspositionen anzustreben. Das Helene Wastl Medizin Mentoring wurde beginnend mit Wintersemester 2005/2006 nach etablierten, universitären Qualitätsstandards konzipiert und implementiert, ist seit Jänner 2010 in den Leistungsvereinbarungen verankert und wird jährlich ausgeschrieben.

Erfolgreiches Konzept seit über 13 Jahren & Fortführung der Programmlinie Clinical PhD-Mentoring im sechsten Jahr

Nach einem intensiven „Matching“-Prozess haben sich im angelaufenen dreizehnten Mentoring-Durchgang insgesamt 12 Mentoring-Tandems formiert – 5 Medizinerinnen (2 Fachärztinnen, 3 in Facharzt-Ausbildung) und 7 Naturwissenschafterinnen (4 Post-doc’s, 3 in PhD-, 2 in Clinical PhD-Ausbildung) konnten sich als Mentee qualifizieren und werden von einer erfahrenen, habilitierten, weiblichen Führungskraft der Medizinischen Universität methodisch in einem one-to-one Mentoring ein Jahr lang „beratend begleitet“. Zu Beginn der Mentoring-Partnerschaft schließen Mentorin und Mentee eine Mentoring-(Ziel-) Vereinbarung, die schriftlich festhält, woran in dem Jahr gemeinsam gearbeitet werden soll. Diese individuelle eins zu eins Betreuung ist neben der Same Gender Konzeption ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms, welches für alle Beteiligten – Mentees, Mentorinnen und die Medizinische Universität Innsbruck per se – eine Win-Win-Situation bietet.

Von Anfang an wurden sowohl Intention als auch Umsetzung des medizinspezifischen Mentoring-Programms von allen Teilnehmerinnen, Mentorinnen und Mentees, ausgesprochen positiv beurteilt und als wichtige Initiative zur Bestärkung und Förderung weiblicher, wissenschaftlicher Nachwuchskräfte in der Medizin sowie zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung an der Medizinischen Universität Innsbruck sehr begrüßt. „Alle persönlichen Rückmeldungen wie auch die bisherigen Evaluierungsergebnisse der letzten dreizehn Jahre bestätigen diesen erfolgreichen Weg“, sagt Programmkoordinatorin Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer von der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung.

Parallel dazu hat Anfang Oktober auch der Auftakt zum sechsten Durchgang im Clinical PhD-Mentoring stattgefunden, eine eigens für das Doktoratsstudium der klinisch-medizinischen Wissenschaften konzipierte zweite Mentoring-Linie; zehn klinisch tätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter belegen im WS 2018/2019 dieses aufbauende Lehrangebot über zwei Semester. Von der Konzeption her ein Cross Gender (Mentees und MentorInnen beiderlei Geschlechts) und Kleingruppen-Mentoring soll damit ein dezidierter Beitrag zur gezielten Karriereförderung und Weiterentwicklung engagierter Nachwuchs-wissenschafterInnen mit klinischem Schwerpunkt geleistet werden.

Partnerschaftlicher Austausch, Vernetzung und gezielte Karriereförderung

Um die neuen Mentees auf das gemeinsame Mentoring-Jahr vorzubereiten, wurden im Einführungs-Workshop durch die Programmkoordinatorin die jeweiligen Erwartungen und Zielsetzungen abgeklärt, das Instrument Mentoring vorgestellt und im Austausch miteinander ein „Rüstzeug“ für die Gestaltung der individuellen Mentoring-Partnerschaften mitgegeben sowie offene Fragen beantwortet. Mit diesem ersten Treffen und Kennenlernen startet auch das Peer-Mentoring, ein wesentlicher Bestandteil des Mentoring-Programms, der sich neben den hochwertigen, wissenschaftsspezifischen und laufbahnrelevanten Weiterbildungsmöglichkeiten gut etabliert hat. Dem Aufbau von Netzwerken kommt eine zentrale Funktion im Mentoring-Programm zu. Die gegenseitige Unterstützung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Mentees im Rahmen horizontaler Netzwerke werden mit verschiedenen Angeboten gezielt gefördert. Das erste gemeinsame Seminar zum Training akademischer Schlüsselkompetenzen im neuen Durchgang hat Ende Oktober zu Kommunikation, Rhetorik und Selbstpräsentation stattgefunden.

 

Zahlen | Daten | Fakten

Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm und Clinical PhD-Mentoring

Gezielte Karriereförderung, Weiterentwicklung sowie nachhaltige Vernetzung für engagierte Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s), Habilitandinnen sowie für NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich.

  • Seit WS 2005/2006: 11 abgeschlossene und evaluierte Durchgänge, offizieller Abschluss des 12. Durchgangs 01/2019, Start der 13. Mentoring-Runde 10/2018, Auftakt zur 14. Ausschreibung voraussichtlich 04/2019; Erfolge ehemaliger Mentees: Bis dato 32 Habilitationen (15 Medizinerinnen, 14 Naturwissenschafterinnen; 3 Clinical PhD-Mentoring Absolventinnen), 18 A2 / Laufbahnstellen; Format: Same-Gender-Mentoring über 1 Jahr;
  • Seit Ende 2006 kontinuierlicher Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Vernetzung aller bisherigen Teilnehmerinnen, Mentorinnen & Mentees, im Helene Wastl Club – auch mit der Intention, den HWC als Expertinnen-Pool zu nutzen;
  • Mit WS 2018/2019: Fast 220 hochkompetente Wissenschafterinnen im HWC (davon 154 Programm-Absolventinnen – 85 Medizinerinnen, 69 Naturwissenschafterinnen), aktuell 177 Mentoring-Tandems), 31 Mentorinnen, 8 ehemalige Mentorinnen;
  • Seit WS 2013/2014: 6 Durchgänge mit insgesamt 69 TeilnehmerInnen; 7. Durchgang startet mit WS 2019/2020; Format: Cross-Gender-Mentoring über 2 Semester;


Karriereförderung, Personalentwicklung & Networking für alle WissenschafterInnen

Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur gezielten Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter Gender Mainstreaming Aspekten für alle interessierten (Nachwuchs-) WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Innsbruck

Seit WS 2005/2006: insgesamt 283 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (162 Seminare & Workshops, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)

(C. Beyer) Artikel veröffentlicht am 22.10.2018

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Erneut Bestnoten für erfolgreich abgeschlossenen 11. Mentoring-Durchgang

Clinical PhD-Mentoring | LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Kleingruppen-Mentoring

Karriereförderung, Vernetzung & persönliche Weiterentwicklung für WissenschafterInnen an der Medizinischen Universität Innsbruck

Veranstaltungskalender Inhouse-Weiterbildungen

10 Jahre Mentoring: Präsentation beim Forum Alpbach und Start der 10. Runde