Start Uncategorised Mentoring-Auftakt 2018

Aktuelle Mentoring-Ausschreibung: Bewerbungen für den dreizehnten Mentoring-Durchgang noch bis 30. Mai möglich


Seit dreizehn Jahren bietet das Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm engagierten Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen der Medizinischen Universität Innsbruck Unterstützung bei der Planung und Entwicklung ihrer wissenschaftlichen Karriere sowie nachhaltige Vernetzung & (Self-) Empowerment. Ziel ist es, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin zu verbessern und sie zu bestärken, vermehrt auch Führungs-positionen anzustreben. Das Nachwuchsförderungs-Programm hat sich von Beginn an sehr erfolgreich etabliert, inzwischen haben bereits 154 Teilnehmerinnen das Programm erfolgreich absolviert. Noch bis zum 30. Mai können sich Interessierte für den dreizehnten Durchgang als Mentee bewerben.

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Bild: Helene Wastl, die symbolische Mentorin und Namenspatronin des Innsbrucker Medizin
        Mentoring-Programms

2005 wurde das Programm von Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner, Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung der Medizinischen Universität Innsbruck und Professorin für Gendermedizin zur Unterstützung von Frauenkarrieren in der Medizin initiiert und kann durchaus als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Das Helene Wastl Medizin-Mentoring wurde nach etablierten, universitären Qualitätsstandards konzipiert und implementiert und ist seit Jänner 2010 in den Leistungsvereinbarungen verankert.

Traditionell startet im Sommersemester eine neue Mentoring-Ausschreibung, welche sich an die Zielgruppe Ärztinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen richtet – primär also Ärztinnen in Facharztausbildung, Postdocs, PhD's und Habilitandinnen aus Medizin und Naturwissenschaften – welche Interesse an einer akademischen Karriere haben.

Schlüsselkompetenzen & Empowerment für Frauen-Karrieren in der Medizin

Charakteristisch für das Innsbrucker Mentoring-Programm ist neben der Same Gender Konzeption vor allem das One-to-One Mentoring durch eine erfahrene, weibliche Führungskraft, die ihre Mentee ein Jahr lang „beratend begleitet“. Als Instrument der Personalentwicklung und Frauenförderung ist Mentoring in den 1980er Jahren in den USA und in den 1990er Jahren in Europa eingeführt worden. Die Namensgeberin Helene Wastl promovierte 1922 mit Auszeichnung als zweite Inländerin zum Dr.med. in Innsbruck und erhielt 1930 die Lehrbefugnis für Physiologie. Ihre Habilitation war die erste einer Frau an der Medizinischen Fakultät Wien.

Die Angebote des Mentoring-Programms (be-) stärken das Selbstbewusstsein als Frau und Wissenschafterin in der Medizin und stellen einen Werkzeugkasten hilfreicher Sozial- und Methodenkompetenz zur Verfügung. Im Zusammenwirken der einzelnen Programmelemente sollen engagierte junge Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen ermutigt und bestärkt werden eine akademische Laufbahn einzuschlagen und ihr Wissen, ihre Potenziale und Fähigkeiten im Wissenschaftssystem vermehrt sicht- und nutzbar zu machen. Austausch und Vernetzung, elementare Voraussetzungen eines Fortkommens innerhalb der Scientific Community, werden gezielt unterstützt und im Helene Wastl Club seit 2006 nachhaltig ausgebaut.

Positive Bilanz: Weiterempfehlungsrate liegt konstant bei 100 Prozent

Das Innsbrucker Programm – benannt nach der symbolischen Mentorin Helene Wastl – ist eines der erfolgreichsten Mentoring-Programme in Österreich und kann auf eine sehr positive Bilanz blicken: 154 Teilnehmerinnen (85 Medizinerinnen und 69 Naturwissen-schafterinnen) haben das Programm bereits erfolgreich absolviert, mit dem laufenden 12. Durchgang gab es in den vergangenen dreizehn Jahren insgesamt 166 individuelle Mentoring-Partnerschaften, rund 28 Mentorinnen beteiligen sich dankenswerterweise ehrenamtlich. Neben einer Vielzahl an wissenschaftlichen Preisen und Auszeichnungen haben sich bis dato aus dem Kreis der ehemaligen Mentees 31 Teilnehmerinnen habilitiert, 18 konnten sich für eine A2-Laufbahnstelle qualifizieren. Insgesamt 274 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen hat die Koordinatorin seit Beginn organisiert und teils selbst durchgeführt. Das Programm wurde bereits elf Mal erfolgreich evaluiert, jeweils mit einem sehr positiven Ergebnis; die zwölfte Runde läuft noch bis Herbst 2018. „Unsere Weiterempfehlungsrate sowohl von Mentees als auch von Mentorinnen liegt bei konstant 100 Prozent“, freut sich Koordinatorin Mag.a Claudia Beyer, Referentin an der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung. Alle Programmteilnehmerinnen, Mentorinnen und Mentees, bilden gemeinsam den Helene Wastl (Alumni) Club, der auch als Expertinnen-Pool dienen soll und mittlerweile über 200 hochkompetente Mitglieder zählt.

13. Mentoring-Ausschreibung gestartet

Seit 18. April läuft die Bewerbungsphase für den 13. Durchgang im Mentoring-Programm. Interessierte Frauen haben jetzt noch bis zum 30. Mai Zeit, sich für die neue Ausschreibung zu bewerben.

Die Mentoring-Tandems der dreizehnten Runde werden bis zum Ende des Sommer-semesters 2018 gebildet. Im Rahmen dieses sogenannten „Matching-Prozesses“ wird auf Basis der in den Bewerbungsunterlagen angegebenen Ziele, Erwartungen und fachlichen Schwerpunkte der Mentees ein Vorschlag für ein passendes Mentoring-Tandem durch die Programmkoordinatorin ausgearbeitet. Mentorin und Mentee schließen eine Mentoring-(Ziel-)Vereinbarung, die schriftlich festhält, woran in dem Jahr der Mentoring-Partnerschaft gemeinsam gearbeitet werden soll. Neben den vier Rahmenveranstaltungen zur Information und Qualitätssicherung werden im Schnitt fünf hochwertige Weiterbildungen pro Durchgang exklusiv für die Gruppe der Mentees angeboten, um den Zusammenhalt und die Vernetzung untereinander weiter zu fördern.

Informationen zur Bewerbung und FAQ‘s:

Bewerbung als Mentee


[Claudia Beyer; Artikel veröffentlicht am 14.05.2018]

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Erneut Bestnoten für erfolgreich abgeschlossenen 11. Mentoring-Durchgang

Clinical PhD-Mentoring (LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Mentoring, Kleingruppen)

Karriereförderung, Vernetzung und persönliche Weiterentwicklung für WissenschafterInnen an der Medizinischen Universität Innsbruck

Alle aktuellen Angebote der Koordinationsstelle im Veranstaltungskalender