Start Empowerment Mentoring-Abschluss 2016

Erneut Bestnoten für erfolgreich abgeschlossenen 11. Mentoring-Durchgang


Mit einer feierlichen Abschluss- und Netzwerk-Veranstaltung des Helene Wastl Clubs Anfang Februar fand traditionell der 11. Durchgang im Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm für Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen sein offizielles Ende. Der 12. Durchgang im jährlich ausgeschriebenen High Potential Programm ist parallel mit Oktober 2017 gestartet, für April 2018 ist der Ausschreibungsstart zur 13. Mentoring-Runde geplant. Den Mentorinnen wurde wieder ein besonderer Dank für ihren ehrenamtlichen und engagierten Einsatz ausgesprochen.

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Bild: Initiatorin Prof.in Dr.in med. Margarethe Hochleitner (rechts) und Programmkoordinatorin
         Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer (links) mit Mentorinnen und Mentees


Es hat schon Tradition: Die einzelnen Mentoring-Durchgänge werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung von Initiatorin Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner im Beisein von Mentees, Mentorinnen und Programmkoordinatorin Mag.a Claudia Beyer von der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung offiziell beendet und die Teilnahmezertifikate überreicht. Das diesjährige Abschlusstreffen bot wie gewohnt auch Gelegenheit, auf das gemeinsam absolvierte Mentoring-Jahr zurückzublicken und Bilanz zu ziehen.

11. Runde erfolgreich abgeschlossen und Helene Wastl Club Netzwerk-Treffen

Ein besonderer Dank wurde vor allem auch den seit über zwölf Jahren, teilweise kontinuierlich, engagierten Mentorinnen (aus dem Pool von insgesamt 28 aktiven) ausgesprochen: sie bringen ihre wertvollen Erfahrungen ehrenamtlich in das Mentoring-Programm ein und verstärken den Helene Wastl Club mit ihrer vielfältigen Expertise. Die individuelle „eins zu eins“ Betreuung ist neben der Same Gender Konzeption ein Unikum des Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms, von dem alle Beteiligten profitieren und das im Tiroler Hochschulraum nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal ist. Das Mentoring-Logo, welches Ende 2010 für das Programm entwickelt wurde, verdeutlicht die zentrale Intention: Die Zusammenarbeit von Mentorin und Mentee als „vertrauensvollen Schulterschluss“. Mit insgesamt sieben Programmveranstaltungen zur Information, Vernetzung, internen Weiterbildung und Qualitätssicherung sowie vier ausgewählten Kompetenz-Seminaren für die Mentees wird der hohe Anspruch an Qualität, Effektivität und Effizienz des Programms seit Jahren konsequent fortgeführt und bedarfsgerecht weiterentwickelt. Speziell für die Mentees bedeutet die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im medizinisch-wissenschaftlichen Umfeld wichtige stärkende Impulse im Sinne des Self-Empowerment und erbringt einen realen Nutzen – aber ebenso profitieren die Mentorinnen und letztlich die Universität insgesamt.

Ausgewählte Mentees nutzten auch heuer wieder die Möglichkeit, im Rahmen der Veranstaltung ihre Forschungsschwerpunkte in kompakter Form vorzustellen. Dieser im letzten Jahr erstmals eingeführte Programmpunkt wurde wiederum mit großem Interesse aufgenommen. Dr.in med. univ. Stephanie Mangesius (Univ.-Klinik für Neuroradiologie und Radiologie) – die mit Ende Jänner ihr Clinical PhD-Studium mit Auszeichnung abgeschlossen hat – präsentierte zentrale Ergebnisse aus ihrem PhD-Projekt zum Thema Biomarker in der Differentialdiagnose von Parkinson Syndromen. Dr.in pharm. Gudrun Thurner (Univ.-Klinik für Radiologie) ergriff ebenfalls die Chance und stellte spannende Erkenntnisse aus dem Bereich der Nanomedizin und ihrem hoch-innovativen, aktuellen Projekt „Development of Human Serum Albumin: Nanoparticles for target directed Molecular Imaging” vor.
Mit dieser Initiative soll das ungemein vielfältige Spektrum der Leistungen ambitionierter Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen zusätzlich sichtbar gemacht werden.

Das Inoffizium bot einen gemütlichen Ausklang, bei dem sich die Mentees und Mentorinnen bei einem kleinen Buffet & Vinum academicum im Rahmen eines gemeinsamen Netzwerktreffens des Helene Wastl Clubs in entspannter Atmosphäre austauschen konnten.


Evaluierung: Einmal mehr stellen alle Teilnehmerinnen dem Programm ein sehr gutes Zeugnis aus

Im gemeinsamen Mentoring-Jahr arbeiteten zwölf Mentees, neun Medizinerinnen (zwei davon bereits Fachärztinnen) und drei Naturwissenschafterinnen (alle bereits mit PhD-Abschluss) mit ihren individuellen Mentorinnen in einer One-to-One Mentoring-Partnerschaft an den jeweiligen Zielsetzungen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch die elfte Runde wiederum sehr positiv evaluiert. Die Zufriedenheit mit dem Mentoring-Programm insgesamt ist konstant sehr hoch, heuer mit 100% wieder besonders deutlich. Zum elften Mal in Folge würden alle Teilnehmerinnen das Programm uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Arbeit der Programm-koordination mit den zentralen Aufgaben Matching, Beratung, Programmbegleitung und -betreuung sowie Organisation aller Programm- und Seminarveranstaltungen wurde sowohl von den Mentees als auch von den Mentorinnen neuerlich sehr positiv bewertet. Die Auswertung der heuer zum sechsten Mal online durchgeführten Evaluierung über Zensus ergab zudem bei den drei zentralen Säulen – individuelle Mentoring-Partnerschaft, Karriereprogramm sowie horizontale und vertikale Vernetzung – durchwegs wieder sehr gute und gute „Noten“. Neben der beratenden Begleitung durch die Mentorin wurde ganz besonders das Erwerben von laufbahn-relevanten Schlüsselqualifikationen in den Karriereseminaren, die Erweiterung von Sozial- und Methoden-Kompetenz sowie das Peer-Mentoring – also Austausch und Vernetzung mit anderen Mentees – aber auch in der Scientific Community als sehr wichtig und nutzenstiftend bewertet.


Kontinuierliche Weiterführung der Mentoring-Angebote: 13. HWMMP Mentoring-Runde und 6. Durchgang im Clinical PhD-Mentoring

Das „Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm“ wurde im Wintersemester 2005/06 mit dem Ziel etabliert, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin und damit den Frauenanteil in Führungspositionen zu verbessern. Konzeption und Implementierung sind nach bewährten, universitären Qualitätsstandards erfolgt. Ein weiterer wichtiger Aspekt, die nachhaltige Vernetzung aller bisherigen Programm-Teilnehmerinnen, wird mit dem „Helene Wastl Club“, einer Plattform zur nachhaltigen Vernetzung gezielt gefördert und unterstützt. Zu dem kontinuierlich wachsenden Mentoring-Netzwerk quer über alle klinischen und theoretischen Fachgebiete hinweg zählen inzwischen über 200 hochkompetente Wissenschafterinnen. Neben einer Vielzahl an wissenschaftlichen Preisen und Auszeichnungen sind vor allem die bis dato 28 Habilitationen (14 Medizinerinnen, 14 Naturwissenschafterinnen) aus dem Kreis ehemaliger Mentees hervorzuheben.

Im Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm ist mit Oktober 2017 bereits die zwölfte Runde gestartet, für April 2018 ist der Auftakt zum dreizehnten Durchgang geplant. Die mit Wintersemester 2013/14 erfolgreich gestartete zweite Mentoring-Linie, das Clinical PhD-Mentoring im Doktoratsstudium klinisch-medizinische Wissenschaften, wurde mit Wintersemester 2017/18 zum fünften Mal fortgeführt; zehn klinisch tätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter belegen dieses Lehrangebot über zwei Semester. Von der Konzeption her ein Cross Gender (Mentees und MentorInnen beiderlei Geschlechts) und Kleingruppen-Mentoring soll damit ein dezidierter Beitrag zur gezielten Karriereförderung und Weiterentwicklung engagierter NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich geleistet werden. Im kommenden Wintersemester wird das Clinical PhD-Mentoring zum sechsten Mal innerhalb der Kategorie ITT „Interdisciplinary Training and Transferable Skills" der programm-spezifischen Lehrveranstaltungen angeboten.

 

Zahlen | Daten | Fakten

Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm und Clinical PhD-Mentoring
Gezielte Karriereförderung, Weiterentwicklung sowie nachhaltige Vernetzung für engagierte Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s), Habilitandinnen und NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich

  • Seit WS 2005/06: 11 abgeschlossene Durchgänge mit 154 Programm-Absolventinnen, Start der 12. Mentoring-Runde mit 10/2017, Auftakt zur 13. Ausschreibung voraussichtlich mit 04/2018; Same-Gender-Mentoring über 1 Jahr;
  • Seit WS 2013/14: 5 Durchgänge mit insgesamt 59 TeilnehmerInnen; 6. Durchgang startet mit WS 2018/19; Cross-Gender-Mentoring über 2 Semester;


Karriereförderung, Personalentwicklung & Networking für alle WissenschafterInnen

Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur gezielten Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter Gender Mainstreaming Aspekten für alle interessierten (Nachwuchs-) WissenschafterInnen der Medi-zinischen Universität Innsbruck

Seit WS 2005/06: insgesamt 267 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (u.a. 152 Seminare & Workshops, 87 Programmveranstaltungen, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)

[C. Beyer; Artikel veröffentlicht am 20.02.2018]

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Clinical PhD-Mentoring (LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Mentoring, Kleingruppen)

Gleichstellungs-Toolbox der Genderplattform | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm, Clinical PhD-Mentoring und Helene Wastl Club als Best Practices universitärer Gleichstellungsarbeit

Information & Training | Karriereförderung, Personalentwicklung & Vernetzung für WissenschafterInnen an der Medizinischen Universität Innsbruck

Alle aktuellen Angebote der Koordinationsstelle im Veranstaltungskalender